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alte Freunde

Heute Nacht hatte ich wieder mal einen verwirrenden Traum. Ehrlich gesagt, kann ich mich so gut wie gar nicht mehr daran erinnern, aber ich weiß noch in etwa, welche Leute daran beteiligt waren und das ist eigentlich das Wichtigste.

Ich habe in meinem Leben schon viel zu viele Freunde kommen und gehen sehen. Wer mir erzählen will, dass Freundschaft ewig hält und die Liebe schnell zerbrechen kann, ist bei mir an der falschen Adresse. Den Großteil meiner (ehemaligen) Freunde kenne ich bereits seit dem Kindergarten, also seit über 20 Jahren. Wir haben gemeinsam die Grundschule überstanden, das Gymnasium und die Abizeit - und ohne es abstreiten zu wollen: das war die beste Zeit in meinem Leben, abgesehen von meinem Studium. Wir haben viel zusammen unternommen, dachten, wir wären richtig dicke Freunde. Für mich hat es sich im Nachhinein als riesengroße Lüge entpuppt. Ich hasse diese Leute nun nicht. Wir reden miteinander, sollten wir uns in der Heimat mal begegnen, mit einigen bin ich auch wirklich noch befreundet. Aber es war eben nie die Art Freundschaft, die ich im Studium kennenlernen dürfte. Es war eher Gewohnheit. Es war einfach, weil man sich schon so lange kannte. Warum also neue Freunde suchen, wenn das Alte doch so nahe liegt? Wir waren auch eine recht große Truppe und natürlich gab es auch mal Meinungsverschiedenheiten, das ist völlig normal. Manche trieben es jedoch zu weit. Zwei sehr gute Freundinnen von mir sind eine Art "Bündnis" eingegangen. Haben uns hinter unseren Rücken gegeneinander ausgespielt, versucht, uns aufzuhetzen. Das hat nicht so ganz geklappt. Ich habe beide Freundinnen durch diese Aktion verloren. Mit einer von ihnen bin ich nach einigen Jahren wieder sehr gut befreundet. Sie weiß heute, dass das ein Fehler war. Damals haben wir allerdings nicht über Probleme gesprochen und konnten sie deswegen nie aus dem Weg räumen. Der Rest meiner angeblichen Freunde hat mich stark enttäuscht, als ich für ein halbes Jahr nach Südafrika ging. Es hat sie einfach nicht interessiert. Niemand wollte wissen, wie es mir dabei ging, ob ich angst habe vor dem, was mich erwartet, angst, meine Beziehung vielleicht aufs Spiel zu setzen. Nur zwei Freunde haben sich regelmäßig gemeldet. Für alle anderen ging das Leben ganz normal weiter. Seitdem habe ich sie abgeschrieben. Ich habe während meines Studiums so wundervolle Menschen kennengelernt. Sie haben mir beigebracht, was Freundschaft bedeutet. Was es heißt, wenn man sagt "Ich bin immer für dich da.". Denn das waren sie. Jede einzelne von ihnen hätte ich mitten in der Nacht anrufen können, um ihr meine Probleme vorzuheulen. Und andersrum habe auch ich gelernt, Ratschläge zu geben, mitzuweinen, jemanden in den Arm zu nehmen oder einfach nur dazusein und zuzuhören. Diese Menschen werden niemals aus meinem Leben verschwinden.

Aber auch die Freunde, die ich bereits aus meinem Leben verbannt habe, werde ich niemals ganz los. Zu groß ist immer noch die Enttäuschung. Und nachts, wenn der Körper ruht, fängt der Kopf an zu arbeiten und holt alte Erinnerungen hoch. Und dann sind sie plötzlich da: die Menschen, die mich so enttäuscht haben und wirbeln alle alten Gefühle auf. Und mir wird bewusst, dass ich das nie richtig verarbeiten werde.

20.1.15 11:54
 


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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Andreas / Website (20.1.15 12:28)
Hm, Freundschaft hält ewig und Liebe kann schnell zerbrechen . Ich mag deinen Eintrag, vielleicht auch weil ich mit dem Thema durch bin und nicht viel von den Menschen erwarte. Menschen sind oft eine Enttäuschung. Ich habe es geliebt die alten Fotos auf der Terrasse zu verbrennen, und wenn mir heute jemand von damals begegnet wende ich mich ab und gehe in die andere Richtung. Es ist als hätte es sie niemals gegeben. Und das fühlt sich gut an. Liebe Grüße!


Vicky (22.1.15 11:07)
Hallo Andreas,
erstmal danke für deinen Kommentar!Ich freue mich immer wenn jemand meinen Blog liest...
Bei dir klingt das ja nur noch einen Zacken schärfer als bei mir. Ich bin auch auf jeden Fall vorsichtiger geworden. Oberflächliche Freundschaften kommen für mich nicht mehr in Frage. Ich strenge mich nicht mehr für Menschen an, die es nicht wert sind. Das war mal anders. Ich wollte immer für jeden da sein und jedem eine gute Freundin sein. Aber wenn man nichts zurückbekommt, hebt man sich seine Energie für die wirklich wichtigen Menschen auf. Es ist ja nicht so, dass diese "Freunde" mir irgendetwas getan hätten. Aber genau das war halt auch der Fehler - sie haben nichts getan für mich. Andererseits frage ich mich auch, ob ich nicht mehr für die Freundschaft hätte tun können.
Lieber Andreas, wir brauchen Freunde in unserem Leben. Und wenn es nur 2-3 wirklich gute sind. Mein Freundeskreis ist mittlerweile auch sehr beschränkt, aber ich fühle mich gut dabei. Weil ich auf diese wenigen Menschen wirklich zählen kann!
Liebe Grüße!

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